Furtschaglhaus - Berliner Hütte

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Schlussanstieg zur Schönbichler Scharte

Der Aufstieg zur Schönbichler Scharte besteht zunächst aus einem normalen Bergpfad, der später in leichtes Blockgestein übergeht. Am Schluss quert man seilversichert unter einer Schuttwand ein Schneefeld und steigt die letzten Meter eine steile Rinne hinauf. In diesem Bereich herrscht hohe Steinschlaggefahr und die Größe der lose in der Wand hängenden Blöcke lässt einen darüber sinnieren, ob der Steinschlaghelm hier überhaupt etwas ausrichten könnte. Zu meiner Erleichterung war die Schuttwand auch für die anderen weiter vorn ausreichend respekteinflößend, um die Helme unaufgefordert aufzusetzen. Als ich dann von der Scharte zum Schönbichler Horn aufsteige, muss ich achtgeben, dass ich keinen Schotter ins Rollen bringe, der direkt auf die in der Rinne nachsteigenden Wanderer fallen würde.

Der kleine Umweg zum Schönbichler Horn ist eigentlich Pflicht. Zum einen ist das Horn nur etwa 50 Meter höher als die Scharte. Zum Anderen zweigt der Abstieg zum Schönbichler Grat erst ca. in der Hälfte des Gipfelaufbaus ab. Eine leichte Kletterei bleibt uns so oder so nicht erspart.

Der Abstieg beginnt mit steiler und luftiger, aber unschwieriger Kletterei am seilversicherten Steig. Wer hier Höhenangst hat, dürfte kaum herunter kommen. Beim Rückblick vom Schönbichler Grat staunt man, dass in diesem Schutthaufen überhaupt ein Abstieg möglich war. Der Schönbichler Grat ist wieder einfach zu gehen, der Weg ist z.T. mit großen Platten treppenförmig ausgelegt. Etwas anspruchsvoller wird der Abstieg vom Grat und hier nutzen wir auch den Helm nochmal, da wir oberhalb die Schafe grasen sahen.

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Zsigmondyspitze, Mörchenscharte und Kleiner Mörchner

Der restliche Abstieg ist landschaftlich schön, zieht sich aber stundenlang. Ab dem Schönbichler Horn haben wir die Berliner Hütte im Blick, doch sie kommt und kommt nicht näher. Als wir am Waxeggkeesbach die ehemalige Gletscherwanne durchqueren sind wir sogar etwas unter der Hütte und müssen nach einem leichten Auf und Ab noch den Schlussanstieg über die glattgeschliffenen Felsflächen am Zemmbach meistern.

Äußerlich sieht die Berliner Hütte auf den ersten Blick wie jede andere Berghütte aus. Betritt man das Gebäude, bekommt man das Gefühl, um ein Jahrhundert zurückversetzt zu sein und ein nobles Berliner Hotel zu betreten: Überall Holzvertäfelungen, mehrere Speisesäle, im Foyer eine große Freitreppe und eine Rezeption, die früher das Postamt war. Hinzu kommt - bedingt durch die vielen Um- und Anbauten - ein horizontal und vertikal kleinteiliger Grundriss. Schnell verläuft man sich in den verwinkelten Gängen und Treppchen und man würde sich nicht mal wundern, wenn wie bei Harry Potter die Bilder an der Wand plötzlich anfangen würden zu sprechen. Essen und Trinken sind ebenso nobel wie die Einrichtung. Das Personal bemüht sich, allen Wünschen der Gäste gerecht zu werden. Nur zaubern kann hier leider niemand, wenn die Hütte ausgebucht ist, bleibt nur der Abstieg.

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