Vinschgauer Höhenweg

Der Vinschgauer Höhenweg ist lange nicht so bekannt wie der Meraner Höhenweg und doch eine sinnvolle Ergänzung. Die Südhang-Lage und der Verlauf auf einer Höhe zwischen 1300 und 2200 Meter legen die beste Gehzeit auf April/Mai und September/Oktober fest. Aufgrund des völlig unbeständigen Sommers 2016 schätzen wir aber auch im Juli/August den trockenen Vinschgau (ca. die Hälfte der durchschnittlichen Niederschlagsmenge der Alpen) und die kurzen Etappen. Lediglich zwischen Tanas und St. Martin gibt es auf 25 km keine Übernachtung, was uns zum Abstieg nach Schlanders motiviert.

Die Unterkünfte bestehen durchweg aus Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Hüttenfeeling kommt also nicht auf. Dafür gibt es jeden Tag eine Dusche und meist ein gutes Bett. Hüttenschlafsack und Handtuch sind nicht erforderlich.

Allerdings sind die Übernachtungsplätze eng bemessen und in der Hochsaison scheint ein durchgängiges Vorbuchen sinnvoll. Preislich muss man ca. 45 Euro pro Person mit Frühstück einplanen, bekommt aber durchweg modern eingerichtete Zimmer dafür, manchmal mit Balkon. Schon von daher machen kurze Etappen Sinn, um die Zimmer auch genießen zu können.

Wer noch nie auf Mehrtagestour war, kann das hier gut ausprobieren, da jederzeit ein Abstieg ins Tal möglich ist. Der Schritt zu einer „richtigen“ Höhentour ist dann vielleicht nicht mehr so groß.

Der Weg ist gut markiert und größtenteils sehr aussichtsreich. In der ersten Hälfte dominiert der Ortler. Da wir zuvor schon ein paar Tage im Vinschgau unterwegs waren sind uns aber auch die vielen kleinen Orte im Tal ein Begriff: Reschen, St. Valentin, Burgeis, Mals, Glurns, Schluderns, Prad, Tschengls, Laas, Schlanders, Latsch - wie auf einer Perlenkette aufgefädelt reihen sie sich im Tal vor uns auf.

Es gibt viel Schatten, da der Weg viel durch Wald verläuft. Dennoch sollte man die Wasserflaschen gut gefüllt halten, da die Hänge weitgehend trocken sind und das Waal-Wasser nicht zum Trinken geeignet ist. Auch die Verpflegung sollte man für tagsüber dabei haben. Frühstück und Abendbrot gibt es im Quartier oder ganz in der Nähe.

Die Bus- und Zugverbindungen im Vinschgau sind vorbildlich, so dass man auch gut an den Ausgangspunkt zurück kommt.

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Kleine Orte wie Planeil schmiegen sich an die Berghänge des Vinschgau.

Etappen Vinschgauer Höhenweg


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Steppenlandschaft am Vinschgauer Höhenweg

Wie weiter?

Zunächst führt der Vinschgauer Höhenweg von Schlanders weiter über St. Martin im Kofel nach Staben. Wer den Aufstieg nach St. Martin scheut, kann auch mit der Seilbahn von Latsch hinauf fahren und dann je eine Tagesetappe nach Schlanders (zurück) und nach Staben laufen.

Wer auf dem Vinschgauer Höhenweg Appetit auf mehr bekommen hat, sollte sich den Meraner Höhenweg ansehen. Der ist im Prinzip auch nicht schwerer, aber doch schon eine andere Kategorie ...

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Entlang der Waalwege wechseln sich harmonisch verlaufende Waale mit abenteuerlichen Wasserbrücken und Regulierungsbauten ab.

Tageswanderungen

Wer sich Zeit nimmt und in einem der Orte Quartier nimmt, kann im Vinschgau auch viele Tagestouren unternehmen. Nicht nur die Gipfel locken. Auch die vielen Waalwege sind besonders im Hochsommer immer wieder erfrischende und abwechslungsreiche Wanderungen. Eine hervorragende Auswahl dafür bietet auch die Vinschgau App, welche unzählige Wanderungen auch offline verfügbar macht.

Nicht zuletzt führt ein herrlicher Radweg durch den gesamten Vinschgau:

Radweg Reschen - Meran

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