Bonn-Matreier Hütte - Badener Hütte
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Der Aufstieg zur Kälberscharte ist leicht gemacht. Allerdings geht es von Anfang an über Blockgestein. Danach folgt ein kleines Kar und der Aufstieg zur Galtenscharte. Solche Wege kennen wir schon vom Lechtaler Höhenweg - anstrengend, aber ungefährlich. Was dann aber kommt, sprengt alle Vorstellungen und hat eigentlich mit einer Scharte nichts mehr zu tun. 400 Meter Abstieg mitten durch die Felswand des Galtenkogels. Zum Glück sind wir völlig allein, so dass uns höchstens die Gämsen gefährlich werden könnten, die treten einige hundert Meter seitlich ein paar Steine los. Der Weg ist oft ausgesetzt und bei Regen praktisch unpassierbar.

Die Ursache dieser Unwägbarkeit ist auch hier der auftauende Permafrostboden. Durch Erdrutsche und Muhrenabgänge muss der Steig ständig wiederhergestellt werden. Die Galtenscharte ist dadurch nicht immer passierbar.
Wir sind froh, als wir endlich auf dem Wiesenrücken hoch über dem Frosnitztal ankommen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit Siesta folgt der landschaftlich sehr reizvolle Höhenweg in den Talschluss des Frosnitztals, wo hoch oben die Badener Hütte grüßt. Über den Gletscherbach führt uns eine Brücke, dann geht es auf der Gletschermoräne hinauf bis zur Hütte.