Stripsenjoch - Kaisertal - Kufstein
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So gut das Essen am Abend war, so bescheiden ist die Zuteilung am Morgen. Es gibt zwei (dicke) Scheiben Schwarzbrot und etwas Aufstrich für 9 Euro. Kaffee kann man sich aber nachholen und sicher wäre auch noch etwas Brot auf Nachfrage möglich gewesen.
Bis zum Wetterumschwung haben wir noch eineinhalb Tage Zeit, sind uns aber im Klaren, dass wir die Tour über den Feldberg heute nicht schaffen. Wir brauchen mindestens einen Tag Ruhe. Wenn wir uns den aber auf dem Stripsenjochhaus genehmigen, wird es über den Feldberg wetterbedingt auch wieder knapp. Ganz abgesehen davon, wie wir dann von von Griesenau zu unserem Auto kommen. Die nächsten Tage sollen dann regnerisch sein, so dass an ein Weiterwandern ohnehin nicht zu denken ist.
Wir entscheiden uns daher für den Abstieg nach Kufstein und die nächsten Tage in der Ferienwohnung zu verbringen.
Leichter gesagt als getan. Der Abstieg bis zum Hans-Berger-Haus ist steil und lang: über 600 Meter geht es wieder über viele Stufen und glatte Steine. Meine Knie machen sich trotz Bandagen lautstark bemerkbar. Am Hans-Berger-Haus genehmigen wir uns eine Mittagsruhe auf den bereitgestellten Liegen - sehr gemütlich!
Auf dem eher flachen Fahrweg durch das Kaisertal geht es dann deutlich besser. Unterwegs gibt es Gelegenheit für ein Erfrischungsbad im Sparchenbach.
Die Stufen am Abstieg in Kufstein geben mir den Rest. Mit Birgits Stöcken quäle ich mich jede einzelne Stufe hinab. Ich komme mir vor wie ein altersschwacher Mann, der nur noch mit Krücken gehen kann.
