Halbtagswanderung auf den Maldongrat
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Der Maldongrat war eigentlich als Einwanderstrecke gedacht, da es unsere kürzeste Tour sein würde. Nun ist er übrig und kommt uns ob der nahenden Kaltfront sehr gelegen.
Wir fahren mit dem Auto zum Hahntennjoch und steigen Richtung Anhalter Hütte in einer knappen Stunde auf zum Steinjöchle. Von hier entscheiden wir uns zunächst für den Maldongrat. Den Falschkogel könnten wir nachher immer noch anhängen. Es geht noch ein Stückchen die Wiesen hinauf, bevor wir in den anspruchsvollen Teil unserer Wanderung einsteigen: Über mehrere kleine Schneiden führt der Weg bis unter den Gipfel des Maldongrates und dann in einer Rinne steil hinauf zur Spitze. Die Schneiden sind regelmäßig zu überklettern und in der Rinne ist fast durchweg die Hand am Fels. Wir sind froh, den Steinschlaghelm zu tragen, denn zum einen sind noch weitere Wanderer in der Rinne unterwegs, zum anderen müssen wir hier auch mit Steinböcken rechnen, die über uns losen Schotter lostreten könnten.
Die Aussicht vom Maldongrat ist freilich faszinierend. Liegt er doch inmitten der in diesem Jahr bestiegenen Berge. So schweift der Blick auf die nahen Gipfel im Norden: Thaneller, Kohlbergspitze und Daniel. Im Süden zu den Platteinspitzen und zum Muttekopf. Im Nordosten schaut sogar die Zugspitze zu uns hinüber.
Ewig lange halten wir uns nicht auf dem Gipfel auf, denn es bilden sich schon kleine Wolken an den umliegenden Gipfeln und künden die nahende Kaltfront an. Der Abstieg fordert noch einmal die volle Konzentration und Vorsicht, um keine Steine loszutreten, die andere Wanderer unter uns treffen könnten.
Erst am Steinjöchle pausieren wir ausgiebig und beschließen, es für heute gut sein zu lassen. Der Falschkogel lockt zwar mit einer durchaus steinig-steilen Spitze, doch heute waren wir schon höher und wir wissen ja nicht, wie lange das Wetter noch aushalten wird.Am Ende ist nach der Rückfahrt zur Ferienwohnung sogar noch eine Fahrt mit dem Alpine Coaster in Hochimst drin, doch da fängt es schon an zu tröpfeln. Erst gegen 13:30 Uhr ziehen dicke Regenwolken aus dem Ötztal nach Imst herüber und hüllen alles mit undurchsichtigem Nebel ein. Unser Wanderurlaub ist damit zu Ende. Wir sind sehr froh, dass wir es vom Wetter so gut abgepasst haben. Wir sind trocken geblieben und konnten an allen Tagen herrliche Gipfel besteigen. So wünschen wir es uns immer, klappen tut das leider gerade im Hochsommer nur in den seltensten Fällen.




